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Madres de Plaza de Mayo

Madres de la Plaza Mayo

Seit dem 30. April 1977 versammeln sich jeden Donnerstagnachmittag die “Madres de Plaza de Mayo” auf dem Platz des Regierungsgebäudes, dem Plaza de Mayo, in Buenos Aires und protestieren noch heute gegen das Verschwinden Ihrer Töchter, Söhne oder anderen Familienmitgliedern.

Als 1976 das Militärregime die Macht Argentiniens mit einem Putsch übernahm begannen gleichzeitig grausame Machenschaften. In dieser Zeit wurden bis zu 30’000 Regimegegner von einem auf den anderen Tag von Leuten des Militärs verschleppt und tauchten nie wieder auf! Zu Beginn traf sich eine kleine Gruppe von Müttern jeweils vor dem Regierungsgebäude und gingen im Kreise umher und trugen Schilder mit Bilder ihrer verschwundenen Familienangehörigen. Dies aus dem Grund, da es zu diesem Zeitpunkt verboten war, in Gruppen beisammen zu stehen.

Trotz den Verhaftungen von mehreren Frauen – unter anderem auch einigen Anführerinnen – blieben die Mütter hartnäckig und kämpften weiter für die Gerechtigkeit.

Noch heute tragen die Frauen ein weisses Kopftuch. Weiss daher, weil es die Farbe des Lebens und der Unschuld ist. Und die Mütter suchen nach Lebenden und nicht nach Toten. Denn sie sind überzeugt, dass ihre verlorenen Kinder irgendwo noch am leben sind. Zudem sind sie sich auch einig, dass Ihre Familienangehörige unschuldig sind. Heute sind die weissen Kopftücher nicht nur ein Erkennungszeichen der Mütter, sondern sind zum universalen Symbol des Kampfes für die Menschenrechte geworden.

Mittlerweile sind die Madres de Plaza de Mayo eine internationale Institution und betreiben neben einer eigenen Zeitung, eine Buchhandlung, eine Universität und einen Radiosender!

Unsere Schule liegt im Zentrum von Buenos Aires. Wenn Sie also hier Spanisch lernen, dann sollten Sie auf alle Fälle mal an einem Donnerstagnachmittag zum Plaza de Mayo gehen und sich das Ganze ansehen.

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